Dienstag, 4. November 2014

5. Urlaubstag - Ausritt, Sonnenuntergang und Nachtsafari

Für den Nachmittag war ein Ausritt in das Gebiet der ersten Tour am Tage unserer Ankunft auf der Pousada Estância Vitória geplant. 
Ari wartet bereits mit den Pferden. Das waren gutmütige Tiere, auf denen auch völlig reitunerfahrende Menschen, wie meine Zweibeiner gefahrlos reiten konnten.


Los ging's, Ari voran. Das Bild ist verwackelt, weil man zum Fotografieren eigentlich hätte anhalten müssen. Nur das hätte zu viel Zeit gekostet, denn das Pferd des weiblichen Zweibeiners war sowie so schon trödelig genug und jedes mal wenn der Abstand zu Ari und dem zwischen ihnen reitenden männlichen Zweibeiner zu groß wurde, musste das Pferd von dem hinten reitenden Jean angetrieben werden.


Als die Tour allerdings an einem Kaimanskelett vorbeiging wollte auch das Pferd von Ari nicht sehr gerne daran vorbei. Nur, dass Ari als erfahrener Reiter in Lage war, sein Pferd dennoch dazu zu bewegen. Die Pferde meiner Menschen mussten von Jean dazu bewegt werden.
Der Kaiman war höchstwahrscheinlich das nächtliche Opfer eines Pumas oder Jaguars geworden. Das Bild wurde vom reitenden Pferd gemacht und ist deshalb unscharf. Die Pferde wollten schon nicht dran vorbei, anhalten wäre undenkbar gewesen.


Keine Probleme hatten die Pferde dagegen, an den Überresten eines Tapirs vorbei zu gehen. Schade, dass es kein lebendes war.

Über die Zufahrtstraße ging es zurück zur Pousada. Vorbei an den Weiden mit ihren Termitenhügeln. Die spätnachmittagliche Sonne tauchte nach dem vorangegangenem Gewitter alles in ein schönes Licht,


sogar mit Doppelregenbogen.
In dem runden Baum hinten, entdeckte der weibliche Zweibeiner einen Riesentukan, der aber gleich wieder wegflog und deshalb fotografisch nicht festgehalten werden konnte. Sehr schade, denn mit ihrem riesigen auffallend orange-gelben Schnabel sehen diese Vögel sehr lustig aus. Auch wenn sie als Nesträuber quasi die Elstern Südamerikas sind.


Kitschig schön sieht die Pousada vor diesem dramatischen Himmel mit Regenbogen aus.


 Weil der Himmel während des Zurückreitens aufklarte, schlug Ari vor, am Aussichtsturm den Sonnenuntergang anzuschauen.
Auf dem Weg dorthin begegnete uns diese Kuh mit ihrem Kalb, die Jean, der sie reintreiben wollte, narrte. Was man so wie sie hier posiert nicht vermutet hätte, aber für Jean einen Sturz vom Pferd zur Folge hatte - böse Kuh!


Diese beiden Rotflügelpapageien ließen sich zu guter Letzt auch endlich fotografieren.


Am Aussichtsturm angekommen hatte sich der Himmel wieder zu gezogen und so wurde es, zumindest was die Ausbeute an romantischen Fotos betrifft, nichts mit dem Sonnenuntergang.


 Der Himmel gen Osten war dafür ganz hübsch.


Besonders großartig sah das Jaribustorchennest mit seinem Storchenpaar gegen den dunkler werdenden Himmel aus.


Als krönenden Abschluss gab es ein Nachtsafari, bei der Ari die Urutau-Tagschläfer Eule mittels Scheinwerfer aufspürte. 


Die Tagschläfer Eule beißt laut Ari nachts den schlafenden Hyazintharas die Köpfe ab. 


Im Internet findet man diese Aussage nicht bestätigt. Was nicht bedeutet, dass sie nicht stimmt, da diese Eule bisher wenig erforscht ist. Im Indianischen bedeutet Urutau Geistermaul, das sagt ja schon viel aus.

Tolle Bilder und Erklärungen zu dieser Eule findet man hier:




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