Am Vormittag ging es in das, wie es die Einheimischen nennen, "Vale dos Dinossauros" zu Deutsch: Tal der Dinosaurier. Hier finden sich massenhaft bizarre Felsformationen aus rotem Sandstein, die wirklich an urzeitliches Getier erinnern.
Das Wetter war leider nicht ganz so
großartig und es regnete zwischendurch auch etwas, aber für die gut 3
Stunden dauernde Wanderung, die anfänglich über steiler verlaufende Wege
ging, war es ganz angenehm, dass die Sonne nicht ungehemmt vom Himmel
schien. Meine Menschen schwitzten in dem feuchtwarmen Klima auch so ganz
ordentlich.
Als der beschwerlichste Teil des Weges geschafft war, wurde das Wetter freundlicher. Deshalb schlug Ari vor, einen kleinen Umweg von ca. 30 Minuten einzulegen, um von einem Felsen am Rande der Klippe die Aussicht zu genießen. Das hatte sich wirklich gelohnt. Auch hier hätte man in einer gegenüberliegenden Felsenhöhle Rote Aras sehen können, aber auch die waren ausgeflogen.
Die nachmittägliche Tour führte wieder am Mittelpunkt Südamerikas vorbei und weil das Wetter besser war als tags zuvor wurde dort noch mal ein Stopp eingelegt.
Weiter ging es in die Hochebenen, wo riesige Baumwollballen zum Abtransport gestapelt waren, wie bei uns Stroh- oder Heuballen.
Hier im Hochland werden neben Baumwolle noch Mais, Soja und Sonnenblumen angepflanzt. Direkt im Anschluss an die Baumwollernte war hier Soja ausgesät worden und zwar ohne, dass die Reste der Baumwollpflanzen untergepflügt wurden. Man säte die Sojabohnen einfach zwischen die Reihen. Clever, das spart einen zusätzlichen Arbeitsschritt.
Direkt neben den Baumwollballen entdeckte Ari einen, nur in Brasilien vorkommenden Zitronenbaum, mit roten, herben Zitronen.
Eine Caipirinha aus genau diesen Zitronen kredenzte der brasilianische Geschäftspartner meiner Menschen als sie am Sonntag direkt nach ihrer Ankunft in Brasilien im Privathaus zum Mittagessen eingeladen waren.
Ziel der weiteren Fahrt war der Wasserfall "Cachoeira da Martinha". Dieser Wasserfall ist bei den Leuten hier ein beliebtes Ausflugsziel zum Baden. Auch meine Menschen wagten sich in die Fluten.
Auf dem Weg dorthin ging es vorbei an Termitenhügeln
und Nandus.
Nandus sind, wie der, in Afrika beheimatete Vogel Strauß und der australische Emu, flugunfähige Laufvögel. Sie haben eine Scheitelhöhe von bis 1,40 Meter und können ca. 60 km/h schnell laufen.
Am Parkplatz des Wasserfalls wuchs ein Kaschubaum, auch Ajacou- oder Nierenbaum genannt.
Die Kaschufrucht kennt man vor allem als Cashewnuss und hängt unterhalb des sogenannten Kaschuapfels. Dieser erinnert, wenn er reif ist an eine gelborange bis rote Paprika und wird zu Saft und Konfitüre verarbeitet.





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