Montag, 3. November 2014

4. Urlaubstag - auf dem Fluss Cuiabá

Nach dem der Jaguar verschwunden war nahm das Boot wieder Fahrt auf. Die Bootstour war noch lange nicht zu Ende und zu sehen gab es noch ganz viel.

Ein Kaiman mit Schmetterlingen auf dem Kopf


und einer, der sich die Blutegel in seinem Maul durch die Sonne vertreiben lässt.


Schöne Flusslandschaften

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 Ein Cocoireiher


 Sie flogen immer auf, wenn man sie fotografieren wollte.
Dieser war so freundlich hocken zu bleiben und auch noch für eine paar Bewegungsstudien zu posieren.





Mal wieder ein Jaribu-Storch. Altvogel (links) mit Jungvogel, den man an seinem flauschigen Kopf erkennt.


Dieser hier hat einen Panzerwels gefangen. Wohl bekomm's! Der Panzerwels hat ein paar üble lange Stacheln an seiner Seite. Man, das muss doch Weh tun!


Wasserschweine 

 


Dieses säugt seine Jungen.


 Der Rotbrustfischer.
Er ist der größte Eisvogel auf dem amerikanischen Kontinent und wird laut Wikipedia ca. 40 cm groß. Damit kann nur die Flügelspannweite gemeint sein - 40 cm Körperlänge hatten die nie und nimmer!




 Zwei Kappenreiher


und einer von ihnen im Flug - ok, ziemlich unscharf...
Trotzdem schön!


Ein Mangroven-Reiher im Jugendgefieder. Ein ausgewachsenes Exemplar kriegte mein Mensch leider nicht aufs Foto gebannt.
Der Mangrovenreiher ist relativ klein und hat einen kurzen, nicht den typischen s-förmig gebogenen, Hals. Dieser Jungreiher streckt sich, so dass man glauben könne auch er habe einen langen Hals. 

 
 Hier zum Vergleich ein juveniler Marmorreiher. Der Hals ist deutlich länger.

Eine Fotoreihe vom Marmorreiher kommt in einem separaten Blog. Ein Elternpaar und ihr Junges lebte direkt am Wohnhäuschen meiner Menschen auf der Pousada.


 Flusslandschaft, die Zweite.


 Zwei Rotschwanz-Glanzvögel, mit ihrem herrlich schimmernden Gefieder.
Sie sehen ein bisschen aus wie Eisvögel gehören aber in die Gruppe der Spechtvögel und sind Insektenfresser während der Eisvogel als Fischer Fisch und kleine Reptilien frisst.



Ein Gelbstirn-Blatthühnchen, hat, wie der Name vermuten lässt, einen gelben Fleck auf der Stirn, den man hier nicht sieht.
Der schwarze Kringel markiert eines der Küken, die es führte.


und hier - leider unscharf - im Ausschnitt zu sehen ist.


Zum Abschluss begegneten uns auch eine Gruppe Fischotter. Als das Boot um eine Flussbiegung kam, tummelten sich viele in Ufernähe im Wasser. Doch kaum nahmen sie das Boot wahr. tauchten sie ab. Es war unglaublich schwer welche aufs Foto zu kriegen. Und richtig scharf sind die wenigen Bilder natürlich auch nicht geworden.



Nach der Begegnung mit dem Fischotter ging es wieder Richtung Port Joffre.
Der Tag auf dem Wasser war lang gewesen. Für unseren Guide Ari muss der lange Tag anstrengend gewesen sein. Zwar führte er nicht das Boot, hatte aber doch die ganze Zeit nach den diversen Tieren und Vögeln Ausschau gehalten. Und nun lag ja auch noch und die gut 2,5 Stunden dauernde Rückfahrt über die fahrtechnisch anspruchsvolle Transpantaneira vor ihm. Das bedeutete aber nicht, dass er diese Strecke einfach zurückfuhr. Auch hier war sein Blick für alles in der Umgebung geschärft und so entging ihm der Sumpfhirsch, der in einem der Sumpflöcher ein kühlendes Bad nahm, nicht.
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Der stand aber sofort auf, als das Jeep hielt.
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und beschloss das Weite zu suchen,
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tauchte vorsichtig mit seinem Bastgeweih unter dem Zaun durch und gesellte sich zu den anderen Sumpfhirschen, die malerisch zwischen den Termitenhügeln standen.
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Sumpfhirsche gehören zu den Trughirschen, von denen die meisten der etwa 20 Arten auf dem amerikanischen Kontinent leben. In Europa leben nur das Reh, der Elche und das Ren.
Im Pantanal lebt ca. 75% Prozent der Sumpfhirschpopulation.

Rechtzeitig zum Abendessen waren meine Menschen wieder auf der Pousada Estância Vitória. Und, oh Freude, der Strom war wieder da! Dass die Klimaanlage im Schlafzimmer wegen des Stromausfalls kaputt gegangen war, stellen meine Menschen erst während der Nacht fest. Geschlafen haben sie trotzdem, dazu war der Tag auf dem Fluss, der Weg dort hin und wieder zurück und vor allem die vielen Eindrücke zu anstrengend gewesen. Und außerdem sollte die Nacht wieder kurz sein, denn für den nächsten Tag war geplant vom Aussichtsturm den Sonnenaufgang abzuwarten.



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