Samstag, 29. November 2014

Weihnachtlich...

... schaut's bei meinen Menschen aus.
 
 
Räuchermännchen und Nussknacker-Parade
 

 Dieser Adventskalender ist für den männlichen Zweibeiner.
Die Söckchen dafür hat der weibliche Zweibeiner vor 25 Jahren gestrickt und seit dem Jahr für Jahr gefüllt.


Die Krippe modern á la Alessi am Korkenziehrhaselast über dem Esstisch


und die klassische Version von Lotte Sievers Hahn auf der Fensterbank.


Meine Menschen und ich wünschen eine schöne Adventszeit!



Dienstag, 25. November 2014

Ein herrlicher Tag ...

... nach frostiger Nacht.
 In den Tälern hängt noch der Nebel
und im Schatten sind die Wiesen noch gefroren.


Schön, wie die schräg stehende Sonne durch die Fichten scheint.


Auch der frühabendliche Spaziergang war herrlich.
Die schmale Mondsichel des zunehmenden Mondes gegen den klaren Himmel, den nur ein paar Schleierwolken trüben.

Kahle Bäume vor dunkler werdenden Himmel


bzw. mit untergehender Sonne.



Sonntag, 23. November 2014

Winterkirsche ...

... bzw. Prunus subhirtella 'Autumnalis'


blüht sehr zur Freude des weiblichen Zweibeiners zum ersten Mal, seit sie vor 18 Jahren gepflanzt wurde und wie der Name schon andeutet, im Winter.


Der Baum ist voller Knospen. Wenn die Witterung mild bleibt wir es demnächst eine Blütenpracht geben. Gibt es Frost, dann folgt die Nachblüte im Frühjahr.

Sonntag, 16. November 2014

"Rücken",

wie Horst Schämmer zu sagen pflegt, hatte der weibliche Zweibeiner heute Morgen.
Sie hat nämlich gestern am Zweitwohnsitz in Frankreich diesen Stapel Kaminholz incl. der Sachen die davor stehen


hier hin geräumt.


Nach 2,5 Stunden war sie fertig.


Und warum das Ganze? Vom hinteren Teil des Anbaus, da wo das Kaminholz lagerte, wird ein Raum abgetrennt - der zukünftige Heizungs- und Hauswirtschaftsraum. Denn da wo die Heizung momentan steht, kann sie nicht bleiben, der Teil wird abgerissen.

Samstag, 15. November 2014

Caipirinha...

... macht man in Brasilien ganz einfach.
Die Limetten werden ausgepresst und der Saft wird zusammen mit dem Fruchtfleisch in ein Glas gegeben. Zucker und zwar weißer, allerdings aus Zuckerrohr, kommt dazu. Cachaça drauf und Eiswürfel rein - fertig ist der Caipirinha. Kein Gemache mit gecrushtem Eis und Limetten, die man mittels Holzstößel auspresst.


Weil das so einfach ist, werden meine Menschen nun öfters einen Caipirinha trinken. Er ist einfach zu lecker und ein wunderbarer Aperitif, der sogleich das Brasilienfeeling herruft.

Der weibliche Zweibeiner will auch ausprobieren, wie der Cachaça mit anderen Fruchtsäften schmeckt. In Brasilien verwendet man ihn nämlich ähnlich wie hier den Wodka für Logdrinks aller Art. Im Prinzip war die Caipirinha mit den wilden, roten Zitrone schon eine solche Variante.

Sonntag, 9. November 2014

Zum 25. Jahrestag des Mauerfalls

Ich kann dazu nichts sagen, denn mich hat es vor 25 Jahren noch nicht gegeben. Deshalb übergebe ich das Wort an den weiblichen Zweibeiner.

Das Radio heute ist voll von Geschichten zum Mauerfall. Ja, auch ich erinnere mich noch sehr gut an den Tag. Ich studierte zu jener Zeit in Göttingen Biologie und hatte seit gut 2 Monaten einen neuen Freund, den ich aber, weil er bereits arbeitete, nur am Wochenende sah. Denn seine Arbeitsstelle war gut 2 Stunden Autofahrt von Göttingen entfernt.

Der Tag des Mauerfalls war ein Donnerstag. Donnerstags jobbte ich nachmittags  in einer Familie als Haushaltshilfe und als ich abends nach Hause kam, empfing mich meine Studienfreundin und Wohnungsnachbarin mit den Worten: „ Mach den Fernseher an, die Mauer ist auf! Ich habe eben mit meinem Vater telefoniert, die Leute kommen über die Grenze und überall im Harz brennen Freudenfeuer.“
Meine Freundin kam wie ich aus dem Westteil des Harzes. Sie aus  Bad Harzburg und ich aus Clausthal Zellerfeld. Beide Orte waren nicht weit von der Grenze entfernt und Bad Harzburg lag sogar unmittelbar an der Zonengrenze, wie die Grenze damals auch genannt wurde.
Wir saßen also vor der Glotzkiste, sprich Fernseher, und konnten nicht fassen, was wir da sahen. Die Grenze war offen. Noch ein paar Tage zuvor hatte ich zusammen mit meinen Kommilitonen aus meinem Algenseminar in Bad Soden-Allendorf im Zuge einer Exkursion an der Werra salzliebende Algen gesammelt, als unser Professor mit Blick in Richtung DDR vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Ereignisse meinte: „Vielleicht erleben wir ja in naher Zukunft, dass wir ganz unbürokratisch in die DDR  reisen können.“ Dass es so kommen würde, wie es dann gekommen ist, damit hatte wahrlich keiner gerechnet.

Mein Freund und heutiger Ehemann hatte von alledem nichts mit bekommen. Er saß mit internationalen Lizenznehmern seiner Firma auf der Jagdhütte eines Sauerländer Hoteliers unterhalb des Hohen Knochens (Sauerländer Berg). Handy gab es damals noch nicht und als ich am nächsten Morgen versuchte ihn im Hotel anzurufen - wir telefonierten damals täglich morgens und abends - richtete mit der Hotelier schöne Grüße aus und erklärte mir mein Freund habe eine Zimmer ohne Telefondurchwahl. Ja, auch das gab es 25 Jahren.

Mittwoch, 5. November 2014

6. Urlaubstag - Bye, bye Pantanal

Gegen 10:00 Uhr sollte die Maschine von Cuiabá nach Saõ Paulo abfliegen. Da hieß es schon um 6:00 Uhr in der Früh Abschied nehmen von der Pousada Estância Vitória, dem Pantanal und Ari, der uns jedoch erst zum Flughafen fuhr.


Ein bisschen abenteuerlich wurde die Rückfahrt als einer der Reifen des Jeeps kurz nach der Abfahrt platzte.


Tja, das kann passieren, denn die Holzbrücken sind genagelt und diese Nägel vibrieren sich durch die darüberfahrenden Autos gerne mal hoch, mit entsprechenden Folgen für Autoreifen. Während des Reifenwechsels, meinte der weibliche Zweibeiner zu Ari: "Man sieht, Du hast es schon öfters gemacht." und dieser antworte: "Nein, das passiert heute zum ersten Mal." Wow, dafür saß jeder Handgriff und der Reifen war in kürzester Zeit gewechselt. Als wir dann weiterfuhren sagte Ari fröhlich: "Ich plane immer etwas mehr Zeit für die Fahrt nach Cuiabá ein". Gott sei Dank, denn es sich schon etwas Stress bei meinen Menschen breit gemacht. Und so endete der Urlaub wie er in Saõ Paulo am Check-in-Schalter begonnen hatte, stressig.


Der weiblichen Zweibeiner ist, nun wieder zu Hause im herbstlichen Wittgensteiner Land, noch immer noch tief beeindruckt von dieser großartigen Reise und würde sofort wieder ins Pantanal reisen, wenn man sie fragte.  Nicht nur, weil sie einige interessante Tiere wie Ozelot und Puma, großer und kleiner Ameisenbär, Tapir und Gürteltier - obwohl, das stimmt nicht, ein totes Gürteltier, Opfer des Straßenverkehrs, lag in Chapada am Straßenrand - nicht gesehen hat, ganz zu schweigen von den im Pantanal 444 registrierten Vogelarten, von denen sie nur einen Bruchteil zu Gesicht bekommen. Nein, das Pantanal ist einfach ein wunderbares Paradies, nicht nur für eine Biologin wie meinem weiblichen Zweibeiner. 
Sollte nun jemand Lust bekommen haben und es meinen Zweibeinern nachzutun, hier haben sie gebucht:

 http://www.pantanal.ch/
und konkret diese Tour:
http://www.pantanal.ch/de/touren/tour_05.php
zu der zusätzlich die optional angebotene Jaguarsafari gebucht  wurde.



Dienstag, 4. November 2014

5. Urlaubstag - Ausritt, Sonnenuntergang und Nachtsafari

Für den Nachmittag war ein Ausritt in das Gebiet der ersten Tour am Tage unserer Ankunft auf der Pousada Estância Vitória geplant. 
Ari wartet bereits mit den Pferden. Das waren gutmütige Tiere, auf denen auch völlig reitunerfahrende Menschen, wie meine Zweibeiner gefahrlos reiten konnten.


Los ging's, Ari voran. Das Bild ist verwackelt, weil man zum Fotografieren eigentlich hätte anhalten müssen. Nur das hätte zu viel Zeit gekostet, denn das Pferd des weiblichen Zweibeiners war sowie so schon trödelig genug und jedes mal wenn der Abstand zu Ari und dem zwischen ihnen reitenden männlichen Zweibeiner zu groß wurde, musste das Pferd von dem hinten reitenden Jean angetrieben werden.


Als die Tour allerdings an einem Kaimanskelett vorbeiging wollte auch das Pferd von Ari nicht sehr gerne daran vorbei. Nur, dass Ari als erfahrener Reiter in Lage war, sein Pferd dennoch dazu zu bewegen. Die Pferde meiner Menschen mussten von Jean dazu bewegt werden.
Der Kaiman war höchstwahrscheinlich das nächtliche Opfer eines Pumas oder Jaguars geworden. Das Bild wurde vom reitenden Pferd gemacht und ist deshalb unscharf. Die Pferde wollten schon nicht dran vorbei, anhalten wäre undenkbar gewesen.


Keine Probleme hatten die Pferde dagegen, an den Überresten eines Tapirs vorbei zu gehen. Schade, dass es kein lebendes war.

Über die Zufahrtstraße ging es zurück zur Pousada. Vorbei an den Weiden mit ihren Termitenhügeln. Die spätnachmittagliche Sonne tauchte nach dem vorangegangenem Gewitter alles in ein schönes Licht,


sogar mit Doppelregenbogen.
In dem runden Baum hinten, entdeckte der weibliche Zweibeiner einen Riesentukan, der aber gleich wieder wegflog und deshalb fotografisch nicht festgehalten werden konnte. Sehr schade, denn mit ihrem riesigen auffallend orange-gelben Schnabel sehen diese Vögel sehr lustig aus. Auch wenn sie als Nesträuber quasi die Elstern Südamerikas sind.


Kitschig schön sieht die Pousada vor diesem dramatischen Himmel mit Regenbogen aus.


 Weil der Himmel während des Zurückreitens aufklarte, schlug Ari vor, am Aussichtsturm den Sonnenuntergang anzuschauen.
Auf dem Weg dorthin begegnete uns diese Kuh mit ihrem Kalb, die Jean, der sie reintreiben wollte, narrte. Was man so wie sie hier posiert nicht vermutet hätte, aber für Jean einen Sturz vom Pferd zur Folge hatte - böse Kuh!


Diese beiden Rotflügelpapageien ließen sich zu guter Letzt auch endlich fotografieren.


Am Aussichtsturm angekommen hatte sich der Himmel wieder zu gezogen und so wurde es, zumindest was die Ausbeute an romantischen Fotos betrifft, nichts mit dem Sonnenuntergang.


 Der Himmel gen Osten war dafür ganz hübsch.


Besonders großartig sah das Jaribustorchennest mit seinem Storchenpaar gegen den dunkler werdenden Himmel aus.


Als krönenden Abschluss gab es ein Nachtsafari, bei der Ari die Urutau-Tagschläfer Eule mittels Scheinwerfer aufspürte. 


Die Tagschläfer Eule beißt laut Ari nachts den schlafenden Hyazintharas die Köpfe ab. 


Im Internet findet man diese Aussage nicht bestätigt. Was nicht bedeutet, dass sie nicht stimmt, da diese Eule bisher wenig erforscht ist. Im Indianischen bedeutet Urutau Geistermaul, das sagt ja schon viel aus.

Tolle Bilder und Erklärungen zu dieser Eule findet man hier:




5. Urlaubstag - Fotoimpressionen rund um die Pousada



Blick auf die Wohnhäuschen der Anlage. Meine Menschen und ich bewohnten das ganz rechte unter dem blauen Wasserhochbehälter.


Von den Häuschen hatte man einen schönen Blick auf einen kleinen See.


In diesem lag ein umgestürzter Baum,


in dem wiederrum ein Marmorreiherpaar sein Nest hatte.


 Hier ist ihr Junges,


das vor der Fotografin davon fliegen wird,


was am länger werdenden  Hals erkennt.


Und Abflug.


Ebenfalls am See wohnte ein Paar "Opavögel", sprich ein Fischbussard-Paar.


Einer von ihnen im Flug




Auch der erwachsene Marmorreiher 


flog vor der Fotografin davon.


Ließ sich in sicherer Entfernung auf einem Termitenhügel nieder, reckte sich lang in die Höhe,


schaute noch mal rüber


und sackte dann
 .

in sich zusammen.


 .Ein alter Bekannter vom Morgen, der Weißbrustbaumläufer.


Und diesen Piepmatz, einen Mantelkardinal, hatten wir auch schon; am Fluss Cuiabá, bevor es für die Jaguarsafari aufs Boot ging.


Der ist neu. Das ist Liktor-Maskentyrann, sagte zumindest Ari, räumte aber ein, dass er es auch nicht 100% sagen könne. In seinem Vogel-Buch waren x Pitangus schlag-mich-tot, die alle nahezu gleich aussahen. Unterscheidungsmerkmal sind ihre Streifen am Kopf.


Der gleiche Vogel von hinten


Auf dem Gelände vor der eigentlichen Pousada trafen wir auf zwei Nandus malerisch vor Termitenhügeln.


Pferde mit Termitenhügeln.


Ein hier typisches Rind, auch mit Termitenhügel, allerdings ein kleiner.


Und Landschaft mit Termitenhügeln.


 Viele Rinde, die sich neugierig erhoben, als man näher kam.


Der Guirakuckuck ist auch ein alter Bekannter.


Er hockte dichtgedrängt mit mehreren anderen Kuckucken auf einem Ast am Wasserloch beim Aussichtturm.


Diese, bei und Zierananas genannte, Pflanze wächst überall wild. In unserem 1. Hotel in Timo standen sie als Schnittblumen auf den Tischen im Frühstücksraum. Die Ananas ist vielleicht 7 cm lang, also klein.


 Es zog ein Gewitter auf und der Himmel sah toll aus.