Freitag, 29. September 2017

Vor exakt 20 Jahren...

verbrachten unsere Menschen zusammen mit fünf Freunden, einem Baby und vier Hunden eine großartige Wanderwoche im Elsaß.
 
 

Es wurde bereits in einem Post erzählt, wen es interssiert, der lese bitte hier nach:
(http://schnatter-schnack.blogspot.fr/2014/10/der-grund-warum.html)

 Wer nun im Bilde ist, weiß, dass es damals recht rustikal zuging. 
Treue Leser wissen, dass unsere Menschen ihr französisches Domizil in den letzten zwei Jahren renoviert und ausgebaut haben. Gab es zuvor nur ein Gästezimmer sind es nun derer drei und somit können bis zu sechs Gäste eingeladen werden. Also wurden die fünf Freunde von damals zu einem 20-Jahre-danach-Revival eingeladen. Wie damals wird der weibliche Mensch wieder für alle kochen. Das tut er sowieso und als bekennender Wanderhasser sehr gerne.

Die Vorspeise des morgigen Tages hat sich heute zufällig ergeben. Steinpilze. Die hat der weibliche Mensch beim morgendlichen Hundespaziergang gefunden, als er einen neuen Weg ausprobierte.

 

Kulinarisch wird es Samstag und Sonntag einen Brückenschlag zwischen Elsass und Lothringen geben. 
Für das Elsass gibt es Baeckeofen. Im Baeckofen werden 3 Sorten Fleisch (Rind, Lamm und Schwein) über Nacht in Weißwein mariniert, am nächsten Tag zusammen mit Kartoffeln, Möhren und Zwieben in einen Tontopf - den Baeckofen - geschichtet und für mehrere Stunden im Backofen gegart.


Für Lothringen gibt es Pintade aux Mirabelles (Perhuhn mit Mirabellen). In Lothringen werden nämlich 75 % der weltweiten Mirabellenproduktion  angebaut. 

 

Wie es dann essenstechnisch am Montag weitergehen wird, entscheidet das Angebot im Supermarkt. 

Jetzt bleibt erst mal zu hoffen, dass auch der männliche Zweibeiner morgen heil hier ankommt. Der steckt nämlich in Mexiko fest, wo wegen technischer Probleme des Fliegers der Flug gestrichen wurde. Man hat zwar jetzt eine Ersatzmaschine und eine Ersatzcrew, aber ob er in Houston den Anschlussflug nach Frankurt kriegt ist angesichts eines knappen Zeitfensters fraglich.



Dienstag, 26. September 2017

Vergessen...

... hat uns der weibliche Zweibeiner am Sonntag als er zur Hirschjagd ging. 
Gleich vorweg: Sie war, nach mehreren vergeblichen Ansitzen im letzten Jahr und zwei in diesem Jahr, erfolgreich. 
Was hätten wir und gut gemacht vor dem Hirschen; nun nur mit Hut. 
Für Nichtwissende: Der Fichtenzweig am Hut ist der Schützenbruch. Dieser wird dem Erleger nach erfolgreicher Jagd mit einem Waidmannsheil überreicht und dann an den Hut gesteckt. Aporopos Hut, den hatte der weibliche Mensch bei den vorangegangenen Ansitzen nicht dabei...


 Nun zur Jagd an sich, die wir nur von Hören-Sagen kennen. 
Sonntag gab es, nachdem es spät sonnig geworden war, einen wunderbaren Herbstabend. Um 18 Uhr haben sich der weibliche Mensch und seiner Standbegleitung getroffen und gemeinsam sind sie ins Revier gefahren. Kaum, dass sie saßen tauchte im Wald ein Alttier mit Kalb auf, das aber nicht auf die Wiese trat und alsbald begannen auch die alten Hirsche an zu röhren. Die sinkende Sonne zauberte ein warmes rotes Licht auf  die Bäume. Es herrschte insgesamt eine schöne Stimmung. 
Und dann kam der Hirsch. Er stand zunächst im Altholz und Jochen, die Standbegleitung und sehr erfahrener Jäger sagte sofort: "Der passt, mach dich fertig." Also sofort Waffe entsichern und in Anschlag gehen. Der Hirsch trat auf die Freifläche, stand auch perfekt breit, so dass unser weiblicher Zweibeiner eine guten Schuß antragen konnte. 

Und da ist er nun, der Hirsch, ein sogenannter 3b Hirsch - Hirsch vom 3. Kopf oder für Nichtjäger ein 4 jähriger Hirsch - mit einem 8er Geweih.
Der Fichtenzweig im Maul - Jäger sagen Äser - ist der "letzte Bissen", den man zu Ehren des erlegten Stücks selbigen in den Äser schiebt.

 

Im Vergleich dazu ein sogenannter 1er Hirsch, ein 11-12 jähriger Hirsch. Den hatte Jochen, die Standbeleitung 4 Tage zuvor im selben Revier erlegt.

 

Falls sich jemand zum Hirschragout anmelden will, daraus wird nix. Das Fleisch gehört dem fürstlichen Rentkammer. Unser weiblicher Zweibeiner kriegt nur die Trophäe.
 

Sonntag, 27. August 2017

Soglio...

... das schönste Dorf der Schweiz im Jahr 2015 im Kanton Graubünden
war das vorletzte Etappenziel  des männlichen Zweibeiners auf seinem diesjährigen Transalp,
der in diesem Jahr vom 4. bis 12. August von München nach Colico am Lago di Como ging.


Und weil ja irgendwie der Rücktransport von Mensch und Fahrrad zu erfolgen hatte, lockte der männliche Zweibeiner den weiblichen mit einer Übernachtung eben in Soglio, konkret im Palazzo Salis. Diesem Angebot konnte der weibliche Zweibeiner nicht widerstehen, kannte er doch die Lockalität von zwei vorangegangenen  Besuchen vor über 20 Jahren. Damals hieß das Haus noch Casa Max.


Das ganze Dorf ist ein einziges Museum.
Hier ein paar Impressionen:

 

 

 

 

 

 

 

Übrigens: Der schwere Bergsturz bei Bondo am 23.07.2017 hat sich irgendwo in den gegenüberliegenden Bergen abgespielt. 

 

 






Sonntag, 16. Juli 2017

Ein Stück Heimat...

... befindet sich nun im Garten des französischen Zweitwohnsitzes unserer Menschen.

 

Ein original Rothaarsteig Waldsofa!
Jedoch in der Luxus-Ausführung - dreh- und swingbar.
Wir haben es getestet, es ist sehr bequem.

 


 



Mittwoch, 31. Mai 2017

Nach Schweden...

... ging es in diesem Jahr zur alljährlichen Mitgleiderversammlung des Europäischen Schraubenverbandes. Der diesjährigen Tagungsort war die ca. 30 Km nordöstlich von Göteborg liegende Schäreninsel Marstrand.


 Freitag, den 19.05.2018
Als Rahmenprogramm stand der Besuch der Stranverket Konsthall, einer Galerie für Zeitgenössischen Kunst, Fotografie, Malerei und Skulpturen, auf dem Programm.

Beim Betreten des Innenhofes beindruckt die riesige Frauenfigur Women beeing looked at von Sean Henry. Die Dame ist 2,60 m groß.

 

Sie wurde vom Künstler höchstpersönlich mit Autolack - weil dieser am widerstandsfähigsten für die Bedingungen unter freiem Himmel ist - bemalt.


Tolle Schrottskulpturen des Finnen Alpo Koivumäki


Die Autoreifen sind klar zu erkennenn.

 






Eine Sonderaustellung stellt Kunst aus, die gar nicht von sogenannten Künstlern stammt.
Frei nach dem Motto: "Jeder kann Kunst".

Die Schlange vor dem Plakat gehört nicht dazu, das ist eine weitere Schrottplastiken von
Alpo Koivumäki.







Vor den Toren des Museums steht die ebenfalls riesige Bronzestaue The Tower of Snow des auf Kuba geborenen Künstlers Enrique Martinez Celaya.


Ein Junge - nicht Kind, nicht Mann - trägt ein Haus auf seinem Rücken mit einem Gürtel um seinen Hals, der ihn fast erstickt. Das Haus soll die Kindheit symbolisieren, die man nach Meinung des Künsters sein ganz Leben lang mit sich herumschleppt.
Die des Künstlers war wohl nicht leicht ...


Am Nachmittag fand eine Führung durch die Festung Carlsten statt.
Sie stammt aus dem 17. Jahrhundert und diente in erster Linie dazu den eisfreien Hafen zu schützen.
Daneben war sie Gefängnis.
 

Der Führer "Kommandant" Eiwe Svanberg

 

führte in Uniform durch die Burg,

 

die, wie bereits erwähnt, als Gefängnis diente

 

und deren berühmtester Insasse Lasse Maja hier eingekerkert war.
Der gute Lasse Maja war eine Trickbetrüger. Als Frau verkleidet ließ er sich als Haushälterin anstellen und beraubte dann seine Dienstherren. Weil man anschließend eine Frau suchte, konnte er lange Zeit seiner Verhaftung entgehen. Nachdem er in einer Kirche das Kirchensilber geklaut hatte wurde er erwischt und zu lebenslanger Zwangsarbeit  auf der Festung verurteilt.

  

Er war ein guter Koch und durfte er sich in der Küche der Burg verdingen. So bekochte er auch den König Karl XIV. Johan von Schweden. Der König war eigentlich Franzose (geboren als
Jean Baptiste Bernadotte) und hasste die schwedische Küche. Lasse beglückte ihn mit einem französischen Mahl und wurde daraufhin vom König beegnadigt.


Weiter ging's durche dicke Mauern, 

 

vorbei an ehemaligen Stallungen


und eines Wachraums


zu einer weiteren Gefängniszelle, in der ein Gefangener in IIsolationshaft dem Wahnsinn verfiel und mit seinem Blut dieses Wandgemälde malte

 

Vom Dach des Turms

 

hat man einen tollen Blick auf Skagerrak

 

und Kattegat

 

Über steile Treppen 

 

und geheime Wege ging es wieder raus aus der Burg


Samstag, den 20.05.2017
Bootstour durch die Schären.



Mit einem Landgang auf der Schäreninsel Åstol,

 

 






 


um danach weiter gemütlich durch die Steininseln der Schären zu schippern.

 


Nächstes Jahr tagt der Europäische Schraubenverband nach Kroatien...