Sonntag, 5. November 2017

Bruno, Chef de police...


... ist der Protagonist in Martin Walkers Bruno-Krimireihe, die im Périgord spielt und wo sich auch Martin Walkers Wahlheimat befindet.

Neulich war der weibliche Zweibeiner in Limburg zu einer Lesung von Martin Walkers aktuellem Bruno-Roman „Grand Prix. Der 9. Fall für Bruno Chef de Police. Martin Walker las im Wechsel mit dem Hörbuchsprecher Jürgen Fritsche Auszüge aus seinem Roman. Martin Walker auf Englisch, Jürgen Fritsche auf Deutsch. Wunderbar war die Szene, in der Bruno für eine schöne Frau ein Abendessen kocht und Jürgen Fritsche, dem beim Lesen das sprichwörtliche Wasser im Munde zusammenlief, die Lesung mit den Worten: „Entschuldigung ich muss mal schlucken.“ unterbrach. 
Als Martin Walker, der im Übrigen ganz passabel Deutsch spricht, am Ende der Lesung sein Bruno-Kochbuch in die Höhe reckte und als lokalpatriotischer Neubewohner des Périgord davon schwärmte klassische Rezepte wie das Bœuf Bourguignon oder die Quiche Lorraine in ein Bœuf á la Périgourdine bzw. eine Quiche Périgourdine  verwandelt zu haben, stürmte der weibliche Zweibeiner zum Büchertisch und kaufte das Kochbuch, das natürlich auch noch von Martin Walker signiert wurde. Denn auch unser weiblicher Mensch wandelt gerne klassische Rezepte ab. So gibt es beispielsweise bereits eine Wittgensteiner Variante des elsässischen Baeckeofens mit dreierlei Sorten Wild bzw. ein Sanglier Bourguignon, bei dem das Rindfleisch durch Wildschwein ersetzt ist. Demnächst gibt es sicher den Versuch eines Sanglier á la Périgourdine.


Die Lektüre des Kochbuchs ließ unseren weiblichen Zweibeiner sofort den Entschluss fassen, ein komplettes Menü á la Bruno zu zaubern und da kam das halbjährlich stattfindende Board-Dinner der Frankreich Niederlassung der Firma des männlichen Zweibeiners gerade recht. 


Es ist Herbst und da lag es nahe, dass die beiden von Martin Walker besonders angepriesen Gerichte Bœuf á la Périgourdine und Quiche Périgourdine Bestandteil des Menüs sein würden.

Die ausgewählten Rezepte sind sehr zeitaufwendig. Für die Quiche mussten Entenkeulen und -brüste sowie Geflügelmägen confiert werden. Dazu muss man mittels Salz dem Fleisch Wasser entziehen


und  am nächsten Tag 2,5 Stunden in Entenfett kochen.


Hier ist die Quiche bereit für den Ofen.
Übrigens, die confierten Geflügelmägen sind ein kulinarischens Highlight.


Der Autor empfahl das Bœuf á la Périgourdine 1 bis 2 Tage vorher zuzubereiten, weil es aufgewärmt besser schmecken würde.


Es war wirklich ausgesprochen lecker.


Laut Martin Walker gehören Walnüsse in die Küche des Périgord wie die Trüffel.


Der Kuchen war auch ausgesprochen köstlich, aber doch ein bißchen zu mächtig nach dem Essen. Vielleicht hätte man auf den Käse verzichten sollen...

2 Kommentare:

  1. Antworten
    1. Aber sowas von! By the way, wollten wir uns nicht mal so von Frankreich zu Frankreich treffen.

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